Im Jahre 1979 begann ich in einem winzigen Kellerraum von sieben Quadratmetern meine ersten Gitarren zu bauen. Seit dem hat mich die Faszination für schöne Hölzer und guten Klang nicht mehr losgelassen. Schon mein Großvater war Kunsthandwerker und Musiker gewesen und obwohl ich damals noch Spanisch und Technik studierte fühlte ich mich immer wieder zu kunstvollen Instrumenten hingezogen. Lehrzeiten in Spanien folgten, Aufenthalt bei Holzbetrieben in Südamerika, schließlich die erste eigene Werkstatt in Bremen.

Die Konzertgitarre mit ihrem Klangreichtum fand immer häufiger ihren Platz im Zusammenspiel mit Orchestern oder anderen Ensembles. Ihr natürliches Klangvolumen reichte dafür jedoch nicht immer aus. Ich erkannte frühzeitig diese Problematik und so war 1985 die erste Schlemper-Gitarre mit Verstärker fertig. Ich präsentierte sie stolz Leo Brouwer, der damals ein Konzert in Deutschland dirigierte. Er gratulierte mir.

Etwa zwölf bis 20 Gitarren verlassen im Jahr meine Werkstatt, die Zahl der Verstärker und Tonabnehmersysteme, die ich auch in andere Gitarren einbaue, ist etwas höher. Gitarristen aus vielen Länder kommen, bleiben meist einen Tag, testen, bestellen, holen Instrumente ab oder lassen sich ein Schlemper-System einrichten. Technik und Tradition widersprechen sich dabei keinesfalls.

Nur ein sehr gutes Instrument erzeugt einen guten Klang. Und nur ein guter Klang ist es wert, verstärkt zu werden.